Ernährungsberatung und -therapie

(Selbst)verständlich essen

Unsere gemeinsame Aufgabe

Nachdem wir ausführlich über Ihre Wünsche, gesundheitliche Situation, ärztliche Behandlungen und Ihre Ernährungsgewohnheiten gesprochen haben, erhalten Sie Empfehlungen zur Veränderung. Es geht darum, mit möglichst wenig Änderung eine gute Nährstoffversorgung, spürbar mehr Wohlbefinden und weniger Beschwerden zu erreichen. Wir besprechen die Empfehlungen ausführlich und Sie erhalten schriftliche Informationen, welche Lebensmittel und Zubereitungsmethoden Ihr Befinden und Ihre Beschwerden verbessern oder verschlechtern können. Wir können auch Alternativen zu belastenden Lebenssituationen besprechen wie z.B Bewegungsmangel, Stress, Schichtarbeit, häufige Dienstreisen, Mehrfachbelastung durch Familie, Beruf und Haushalt. Wenn die Beschwerden hartnäckig sind oder Ihr Alltag die Umsetzung erschwert, können wir planen, wie Sie Ihre Gewohnheiten schrittweise über einen längeren Zeitraum verändern.
Ich berate grundsätzlich nach den aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen der Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) den Leilinien der wissenschaftlichen Fachgesellschaften Deutsche Adipositas-Gesellschaft (DAG), Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG), Deutsche Gesellschaft für Ernährungsmedizin (DGEM) zu Prävention von Übergewicht und Produktneutral.

Welche Formen der Ernährungsberatung gibt es ?

Die gesetzlichen Krankenkassen unterscheiden zwei Formen:


Präventive Ernährungsberatung nach §20 SGB V für Gesunde, auch mit leichtem Übergewicht (BMI < 30 ohne Begleiterkrankungen):
Es können sowohl Präventionsseminare für Gruppen als auch Einzelberatung bezuschusst werden.
Häufig werden ein- bis zweimal jährlich Zuschüsse von bis zu 75EUR pro Versichertem gewährt.


Ernährungstherapeutische Beratung nach § 43 SGB V richtet sich an Kranke:
Hier muss zwingend ein Arzt eine Diagnose/Indikation zur Ernährungsberatung stellen und dem Patienten eine Überweisung ausstellen.
Die Ernährungstherapeutische Maßnahme umfasst i.d.R. 5 Sitzungen (Erstgespräch & meist 4 Folgeberatungen).

Arbeitgeber können pro Beschäftigten und Jahr bis zu 500 Euro für qualitätsgesicherte Maßnahmen zur verhaltensbezogenen Primärprävention und zur betrieblichen Gesundheitsförderung aufwenden, ohne dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter diese Zuwendungen als geldwerten Vorteil versteuern müssen.

Entsprechend der ab dem 1. Januar 2019 gültigen Fassung des § 3 Nr. 34 des Einkommensteuergesetzes (EStG) sind Aufwendungen von Arbeitgebern für Leistungen „zur Verhinderung und Verminderung von Krankheitsrisiken und zur Förderung der Gesundheit in Betrieben, die hinsichtlich Qualität, Zweckbindung, Zielgerichtetheit und Zertifizierung den Anforderungen der §§ 20 und 20b des Fünften Buches Sozialgesetzbuch genügen“ einkommensteuerfrei. Neu hinzu kommt, dass ab 1. Januar 2019 eine Zertifizierung für die Leistungen zur Verhinderung und Verminderung von Krankheitsrisiken (verhaltensbezogene Prävention) entsprechend § 20 Abs. 2 und 5 des SGB V erforderlich ist. 

Die Anwendungsvorschriften (§ 52 Absatz 4 Satz 6 EStG) enthalten eine Übergangsregelung zum Inkrafttreten der genannten Neuerung:

„Für die Anwendung des § 3 Nr. 34 in der Fassung des Artikels 3 des Gesetzes vom 11. Dezember 2018 (BGBl 1 S. 2328) ist das Zertifizierungserfordernis nach § 20 Absatz 2 Satz 2 in Verbindung mit § 20 Absatz 5 des Fünften Buches Sozialgesetzbuch für bereits vor dem 1. Januar 2019 begonnene unzertifizierte Gesundheitsmaßnahmen erstmals maßgeblich für Sachbezüge, die nach dem 31. Dezember 2019 gewährt werden.“

In der Begründung zu dieser Norm wird ausgeführt: „Die Neufassung des § 3 Nr. 34 EStG ist nach dem Regierungsentwurf erstmals ab dem Veranlagungszeitraum 2019 anzuwenden. Zur Anpassung der Verfahren in den Betrieben wird die Zertifizierung von bisher unzertifizierten Maßnahmen mit der vorliegenden Änderung erst ab dem Veranlagungszeitraum 2020 gefordert. Die übrigen Voraussetzungen der §§ 20 und 20b SGB V müssen aber bereits vorher erfüllt sein.“ (Bundestags-Drucksache 19/5595 vom 07.11.2018, S. 83)